Geboren in Velen/  Mit 70 ging sie nach Rumänien 

Schwester Margret Volks war in Velen recht bekannt. Besonders ihr "Abenteuer", sich mit 70 Jahren nach Rumänien schicken zu lassen, um dort eine Sozialstation mit aufzubauen, machte sie auch unter jüngeren Velenern bekannt. Bei Sozialaktionen von Jugendgruppen wurde für dieses Projekt gespendet, Kollekten bei Schützenfesten wurden dafür verwandt, und auch bei der Verabschiedung von Pfarrer Paul Hemker 2008 konnte eine gute Summe Geld überwiesen werden. Über ihre Persönlichkeit und ihr Leben hat die Provinzoberin ihres Ordens der Franziskanerinnen von Salzkotten, Sr. Angela Benoit, ein beeindruckendes Porträt verfasst, dass wir für unsere Internetseite übernehmen dürfen:

"Wie sehr hatte sich Schw. M. Margret auf ihr Jubiläum gefreut, um mit ihren Angehörigen, Freunden und Bekannten dieses Fest zu feiern. Gott hat sie am 13. April 2018, so kurz vor ihrem Fest, zu sich geholt und sie erlöst von ihren Leiden der letzten Tage und Wochen.
Und Sie, liebe Angehörige und Freunde sind nun heute hier, um ihr das letzte Geleit zu geben.

Schw. M. Margret wurde am 15.06.1930 in Velen Kr. Borken geboren. Sie war die zweitälteste von 7 Kindern, 5 Mädchen und zwei Jungen. Als Schreinermeister sorgte ihr Vater für die große Familie. Doch bereits im Alter von 45 Jahren verstarb der Vater an Hirnbluten. Die Mutter musste schon früh die ganze Verantwortung für die Familie allein tragen. Schw. M. Margret sprach oft von Tante Maria, die der Mutter wohl tatkräftig zur Seite stand.

Schw. M. Margret besuchte 1936 bis 1944 die Volksschule in Velen, anschließend arbeitete sie bis zum 17. Lebensjahr im elterlichen Haushalt. Um die Hauswirtschaft umfassender zu erlernen, war sie zwei Jahre im Benediktushof in Maria Veen und kam dort mit Schwestern unserer Gemeinschaft in Kontakt.
Danach erlernte sie im Velener Textilwerk das Handwerk der Spulerin. Aufgrund von Absatzschwierigkeiten der Firma, wurde ihr jedoch nach 2,5 Jahren gekündigt.
Eine neue Arbeitsstelle fand sie als Beiköchin bei den Clemensschwestern im Ludgerus-Hospital in Groß-Reken.
In diesen Jahren reifte in ihr der Entschluss, in unsere Ordensgemeinschaft einzutreten.
1952 bat sie um die Aufnahme und erhielt diese für den 03.02.1953.
Am 19.11.1953 wurde sie in das Noviziat aufgenommen und erhielt den Namen
Schwester Maria Wilburg „vom Heiligen Herzen Jesu“.
Zwei Jahre später legte sie die zeitliche und am 19.11.1958 die ewige Profess ab.

In den ersten Klosterjahren war sie in verschiedenen Einrichtungen jeweils im Speisesaal eingesetzt, in Arnoldsweiler, Bad Lippspringe und im Marienheim Salzkotten.
Von 1964 bis 1977 wurden ihr im Annaheim in Mönchengladbach eine Gruppe erziehungsschwieriger minderjähriger Mädchen anvertraut. Berufsbegleitend absolvierte sie die Ausbildung zur Heimerzieherin und Heimleiterin. Etwas später folgte die Heilpädagogik. Gut ausgerüstet, setzte sie sich mit all ihren Fähigkeiten für die jungen Mädchen ein, um ihnen eine gute Lebensgrundlage zu geben.
Neben dieser oft schwierigen Aufgabe wirkte sie gern in der Pfarrgemeinde mit und beteiligte sich an Vorbereitungen von Taizétreffen und anderen Gottesdienstangeboten.

Da Schw. Margret ihr Ordensname - Wilburg - eher fremd geblieben war, nahm sie 1968, als dies von der Ordensleitung ermöglicht wurde, wieder ihren Taufnamen an. Nach dem Konzil war dies eine der Erneuerungen, von dem mehrere Schwestern Gebrauch machten.

1979 übernahm Schw. M. Margret die Heimleitung des Müttererholungshauses in Bad Meinberg. Als dieses Haus 2000 aufgelöst wurde, fiel ihr der Abschied schwer. Sie hatte sich dort von Herzen wohl gefühlt. Schw. M. Margret war inzwischen 70 Jahre alt. Umso mehr beeindruckte sie uns mit ihrer Bereitschaft und Entschiedenheit, sich in diesem Alter wieder für eine neue Aufgabe einsetzen zu lassen, diesmal in Rumänien. Die ältere Generation ihrer Familie nahm das eher mit etwas Unverständnis auf, während die Jüngeren sie ermutigten und unterstützten, wie sie selbst es einmal sagte.

Schw. M. Margret war eine spirituelle, betende und meditative Ordensfrau. In Treue lebte sie ihr Ordensleben mit allen Höhen und Tiefen. Mit vielen Fähigkeiten begabt, setzte sie sich unermüdlich für Menschen jeglichen Lebensalters ein, die ihr anvertraut waren. Sie war ein froher Mensch und bereitete gerne anderen Freude, eine liebenswürdige Mitschwester.

Mit ihrer Familie pflegte sie stets sehr engen Kontakt. Gerne erzählte sie aus ihrem Leben, tauschte sich mit anderen über ihre Lebenserfahrungen aus, konnte sehr gut zuhören.
Allem Neuen war sie stets aufgeschlossen, überraschte oft selbst mit neuen Ideen.
In jeder Hinsicht war sie kreativ begabt, in mancher Hinsicht sogar eine Künstlerin, z. B. im Ikonenschreiben. Wunderschöne Ikonen entstanden in vielen Stunden der Meditation. Auch ihre Seidenmalerei ist zu erwähnen. Manches Kunstwerk hat sie da entworfen und viele Menschen damit erfreut.

Aufgrund ihrer vielfältigen Begabungen konnte sie Frauen in Bad Meinberg an verschiedenste Techniken heranführen, im Sticken, Stricken, Häkeln, Basteln. Mit ihnen organisierte sie Ausstellungen und große Basare. Die Erlöse gingen in unsere Missionsprojekte.
Diese Fähigkeit hat sie auch bei den jungen Schwestern und in Frauengruppen in Caransebes, Rumänien mit gleicher Liebe und Freude eingebracht.

Aus Altersgründen, inzwischen 82-jährig, kehrte sie 2012 in das Mutterhaus zurück. Mit viel Freude leitete sie nun Handarbeitskreise für die Schwestern im Mutterhaus und St. Clara. Auch übernahm sie jederzeit gern Anbetungszeiten, solange ihre Kräfte es ihr erlaubten.

Und ihre Kräfte ließen deutlich nach. Schw. M. Margret musste in den Pflegebereich wechseln, was ihr sehr schwer wurde. Dennoch war sie dankbar für jede Unterstützung. Zuletzt lebte sie in Vorfreude auf ihr bevorstehendes Jubiläum.

In der Osternacht nahm sie noch mit letzter Kraft an der Auferstehungsfeier in der Kirche teil, nun erfährt sie ihre Auferstehung, „ihre Erlösung in Fülle“, wie es im Psalm 130 heißt.

Wir danken Schw. M. Margret für ihr Leben und Wirken in und mit unserer Gemeinschaft.
Gott wird ihr ihre Lebenshingabe in reichem Maße lohnen.
Denken wir nun in der Eucharistiefeier an unsere liebe Verstorbene, dass sie zur Anschauung Gottes gelangt und teil hat an der ewigen Freude.

Schwester M. Angela Benoit"   (Foto. Franziskanerinnen von Salzkotten)

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