Agnes Richters ist gestorben

Schon länger war sie von ihrer schweren Krebs-Erkrankung gezeichnet, nun ist Agnes Richters, ehemalige Pfarrsekretärin und Pfarrhaushälterin in St. Andreas, im Alter von 73 Jahren gestorben. Bis in die letzten Wochen hinein nahm sie am Leben der Gemeinde teil, zeigte Interesse an allem - und einen unverwüstlichen Optimismus, was ihre eigene Krankheit betraf.

Als sie 1972 in den Dienst der Gemeinde St. Andreas trat, war sie zugleich Pfarrsekretärin und Pfarrhaushälterin bei Pfarrer Hemker. In dieser Kombination wurde sie neben dem Pastor zum „Gesicht“ der Gemeinde. „Öffnungszeiten“ gab es nicht, Agnes Richters war ja ohnehin immer da.

Weit über drei Jahrzehnte war sie die erste Anlaufstelle für alle Menschen, die in unterschiedlichsten Anliegen das Pfarrbüro aufsuchten. Für jeden nahm sie sich Zeit. Pfarrbüro und Pfarrhaus waren durch sie ein Ort echter Gastfreundschaft. Kinder wurden mit Plätzchen beschenkt, Erwachsene mit vielen herzlichen und guten Worten. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten nahezu buchstäblich „Tag und Nacht“ auf ihre Unterstützung setzen. Neue Mitarbeiter und Mitabeiterinnen empfing sie mit großer Herzlichkeit.

  Für das Geschehen in der Gemeinde fühlte sie sich immer mitverantwortlich, - und so brachte sich mit großem Engagement und auch großer Meinungsfreudigkeit ein. Besonders die Messdiener- und Jugendarbeit hielt sie für wichtig, und sie tat alles dafür, um die Jugendlichen zu stärken und zu stützen.

Was auch immer sie machte, sie war mit ganzem Herzen dabei. So wurde mit ihrer wesentlichen Hilfe ein System der Caritas-Sammlung eingeführt, das es wohl im ganzen Bistum nicht noch einmal gibt, und das bis heute funktioniert. Es beruht darauf, dass nicht ein fester Kreis von Mitarbeiter*innen die Sammelaktion durchführt, sondern dass immer wieder wechselnde Menschen aus einem „Bezirk“ angeschrieben werden und gebeten werden, sich in diesem Bereich punktuell zu engagieren.

Der Einsatz für bedürftige, kranke und alte Menschen gehörte wesentlich zu ihrem Leben. So blieb sie auch nach ihrer Pensionierung weiterhin aktiv und engagierte sie sich bei der Organisation von Besuchsdiensten, im Offenen Ohr und bei der Durchführung der Caritas-Sammlung.

So deutlich sie ihre Ansichten vertreten konnte, so überraschend konnte dann doch manchmal  ihre Flexibilität und Offenheit für Neues sein. Mit nahezu 60 Jahren übte sie sich ganz neu in die Arbeit mit dem Pfarrbüro-Computer ein, im Ruhestand entdeckte sie unerwartet die Freude an der Gartenarbeit, und ihre anfängliche geäußerte Skepsis gegenüber der Kirchenrenovierung wich wachsender Begeisterung.

In ihrer letzten Lebensphase genoss sie es, im Kindergarten St. Maria den Kindern etwas vorzulesen. Die Kinder hingen sehr an ihr und empfingen sie mit großer Freude – und später, als sie erkrankt war – mit großer Fürsorglichkeit und Rücksicht

Die Gemeinde St. Andreas war über mehrere Jahrzehnte nicht denkbar ohne Agnes Richters, sie hat das Leben in der Gemeinde entscheidend mitgeprägt. Dabei gehörte für sie ihr Glaube und ihr Handeln unmittelbar zusammen. Sie handelte aus ihrem Glauben heraus (den sie auch mit Büchern immer wieder vertiefte), und das konkrete Handeln prägte ihren Glauben.

Ihrer Familie war sie immer sehr eng verbunden. Nun ist sie wieder mit ihren Eltern und den schon beiden schon verstorbenen Geschwistern vereint.

Als Agnes Richters 2011 in Pension ging, haben einige Gemeinde-Mitglieder aufgeschrieben, was sie besonders mit Agnes Richters verbindet. Diese Erinnerungen und Gedanken sollen hier noch einmal genannt werden:

Ludger Keller, damals Vorsitzender des Rates der Seelsorge-Einheit, frühe rVorsitzender des PGR:  „Jahrzehntelang hat Agnes Richters als Pfarrhaushälterin und Pfarrsekretärin die Menschen in unserer Gemeinde bei frohen und traurigen Anlässen kennengelernt, begleitet und unterstützt.. Legendär sind ihre Plätzchen, auf die sich besonders die kleinen Besucher des Pfarrhauses freuten.“

Elisabeth Olbing, Vorsitzende des Sachausschuss Caritas: „Agnes Richters – der kurze Draht in Sachen Abstimmung Verwendung von Caritasgeldern und bei Anfragen im Pfarrbüro. Was mir noch einfällt: •kurze unkomplizierte Wege der Kommunikation in den verschiedenen Bereichen der Caritasarbeit.
•der gute Kontakt zu den verschiedenen Besuchsdiensten in der Gemeinde durch ihre langjährige Tätigkeit. Ihr ist die "Velener Bevölkerung" bekannt.
•Sie hat die Gabe, Personen für die verschiedensten Dienste anzusprechen und auch zu gewinnen.
•Das System des Aussuchen und der Abstimmung der alljährlichen "Caritassammler und –sammlerinnen" ist bewährter Verdienst von Agnes Richters.
•Man kann Agnes Richters auch als "vermittelndes offenes Ohr" in Velen bezeichnen, durch Ihre Kontakte, Erfahrungen und Menschenkenntnis durften viele Menschen Hilfe erfahren in unterschiedlichster Form.

In all den Jahren meiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der Gemeinde habe ich gern mit ihr als Pfarrsekretärin zusammen gearbeitet, ich würde mich freuen, wenn eine Zusammenarbeit auf ehrenamtlicher Basis fortgeführt werden kann. 

Karl Döcker, damals Pfarrer:  „Was mir spontan einfällt:
•Wenn ich an Agnes Richters denke, wundere ich mich immer wieder, was ein Mensch allein alles über Velen und die Velener wissen und behalten kann.
•Wenn ich an Agnes Richters denke, staune ich darüber, wie mitfühlend sie am Leid und auch an der Freude der Gemeindemitglieder teilnimmt.
•Wenn ich an Agnes Richters denke, bin ich immer wieder dankbar dafür, dass Sie das "Gedächtnis" der Gemeinde ist und mich als Pastor an alles Wichtige erinnert.

Barbara Richter-Hoffschlag, Teamsprecherin der kfd in Velen:  „Wenn ich an Frau Richters denke, dann wird mir bewusst, wie hilfsbereit sie ist. In Nöten und eigenen Vergesslichkeit springt sie schnell ein und richtet es wieder gerade. Aber auch mit jeder Bitte mit der man zu ihr kommt, ist sie sofort bereit sie zu erfüllen.

Wenn ich an Frau Richters denke, dann denke ich daran, wie positiv sie über die vielen denkt, die sich in der Gemeinde engagieren, - und das auch allen sagt! Ich denke, dass sie so dazu beiträgt, dass wir Ehrenamtlichen hier einen so guten Stand haben.

Wenn ich an Frau Richters denke, dann fallen mir natürlich auch ihre leckeren selbst gemachten Plätzchen ein, die unsere Kinder bekamen, wenn sie für mich einmal Unterlagen zu ihr ins Pfarrbüro bringen mussten. Manchmal bekam ich zu Hause noch eines dieser Leckerbissen von den Kindern geschenkt.

 

(Quelle: https://www.st-pup.de/home/dienstplane/34-aktuelle-infos-der-kath-kirchengemeinde-st-peter-und-paul/gemeinde-news/108-legendaere-plaetzchen-und-vieles-mehr)

 

Familienzentrum Sankt Walburga

Ramsdorf

Kindergarten Sankt Andreas

Velen

KULTURPREISTRÄGER DES LANDES NRW

Kindergarten Sankt Maria

Velen

Anerkannter Bewegungskindergarten NRW
mit dem Pluspiunkt Ernährung
und Haus der kleinen Forscher

Kindergarten Sankt Stephanus

Hochmoor

Kindertageseinrichtung

St. Walburga

Ramsdorf

St. Andreas

Velen

St. Stephanus

Hochmoor